Archiv der Kategorie: Management

Gorilla-Management 5/6: Mythen


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Ziemlich viele Mythen ranken sich um Alpha-Männchen. Googeln Sie mal ein bisschen, oder schauen Sie, was man bei YouTube so zu diesem Thema als Top-Treffer findet. Das schwankt zwischen putzig und richtig erschreckend!

Weit vorne bei den Mythen ist die sog. „Great-Man-Theory“, wonach die Geschicke einer Firma oder gar ganzer Nationen, überhaupt der ganzen Weltgeschichte, hauptsächlich von herausragend mutigen, starken und visionären Führungs-Persönlichkeiten bestimmt wird (all unsere Lieblingshelden aus den Hollywood-Filmen). Dass wir all den Fortschritt, unsere Freiheit, aber auch unsere Probleme nur unseren Gorillas zu verdanken hätten (fragt sich nur, ob Freund- oder Feind-Gorilla). Dass man überhaupt nur als Gorilla etwas bewirken könne. In allem, vielleicht von ein paar Ausnahmen abgesehen.

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Gorilla-Management 4/6: Schäden


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Ich wage nicht, daran zu denken, wie viele Milliarden jährlich zum Fenster heraus geschmissen werden, weil irgendwo weiter oben mal wieder so ein (Möchtegern‑)Silberrücken sitzt, der angeblich sein Gesicht nicht verlieren darf bzw. unbedingt täglich sein kleines Ego gestreichelt haben muss. Jeder weiß, dass die Sache in die falsche Richtung geht, aber es muss trotzdem so gemacht werden, weil Uga-Uga-Boss beweisen muss, dass er alles besser weiß. Und der Boss darf nicht angezweifelt werden. Ich selbst habe mehr als genug solcher Fälle aus der Nähe beobachtet, und ich bin sicher, Sie auch.

Verdammt teure Gesichter sind das, die diese Alphas haben!

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Gorilla-Management 1/6: Typische Kennzeichen

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Arbeiten Sie in einer Organisation, in der Gorilla-Management dominiert? Sie können es einfach herausfinden, hier ein paar typische Kennzeichen:

  • Auffälliges Dominanz-Gebaren der Alphas (meistens sind es Männchen, daher verwende ich künftig immer die männliche Form, auch wenn wir alle die eine oder andere Ausnahme kennen): Jeden Tag, bei wirklich jeder Gelegenheit, muss deutlich gezeigt werden, wer hier der Boss ist, damit es auch ja keiner übersieht: Laute Stimme, Rechthaber-Ton, den anderen nicht ausreden lassen, sich bei Widerspruch sofort provoziert fühlen, bei allem das letzte Wort haben müssen, häufiger Gebrauch von „basta“-Schlüssen, „Cowboy“- und Gorilla-Körpersprache, deutlicher Hang zu „dramatischen“ und „königlichen“ Auftritten samt Entourage, aggressive Rhetorik, usw. usw.
  • Das Alpha-Männchen hat immer recht, weil es eben der Boss ist, und weil es selbstverständlich auch immer am besten in der Sache Bescheid weiß.

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„Es muss…“

Kennen Sie das? „Chefin / Kunde, wir haben dies und das in die Wege geleitet, dieses und jenes haben wir schon hingekriegt, und das und das schaffen wir, mit ein bisschen Glück, auch noch. Aber [ das große vorgegebene Ziel, das bis gestern erreicht sein muss ] können wir leider nicht mehr schaffen – nicht zu diesem Termin und zu diesem Budget. Stattdessen könnte ich Ihnen anbieten…“. Chefin / Kunde guckt Sie streng an und sagt: „Es muss aber [Ziel ] bis [Termin ] stehen.“ Punkt. Dann schweigt sie und guckt weiter streng. Sie stehen jetzt unter Druck. Sie erwartet jetzt von Ihnen ein Commitment. Wenn es nicht kommt, dann droht die Höchststrafe, und das heißt, Sie gelten fortan als jemand, der „fantasielos“ ist und „Probleme nicht lösen kann / nicht liefern kann“. Wenn überhaupt, dann brauchen Sie lange, um das wieder los zu werden.

[…]

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