Über-Spezifikation

Kennen Sie das?: IT-Projekt bei großem Kunden, ganz oberwichtiges Vorhaben. Total Business-kritisch. Wenn das jetzt nicht gemacht wird, dann geht die Firma unter (die des Kunden, versteht sich). Und wenn schon, denn schon: ein Riesending soll’s werden, denn es sollen / müssen ja auch ein paar Sachen nachgeholt werden, die die letzten Jahre versäumt worden sind.

Außerdem ist es natürlich – wie kann es anders sein – wahnsinnig dringend. Eigentlich sollte alles schon bis gestern erledigt sein. Aber weil das Management vom IT-Projekthaus nochmal ernsthaft mit dem Management vom Kunden geredet hat, hat man sich geeinigt: Na gut, dann halt nicht bis gestern, sondern bis Jahresende; das ist dann aber der allerletzte Termin, ja?! (und natürlich genauso wenig zu halten.) Also eigentlich der übliche Auftrag, ein Wunder zu vollbringen.

Das mit dem Termin setzt natürlich alle unter Druck. Also müssen „kreative“ und „pragmatische“ Lösungen gefunden werden, denn mit normalem Vorgehen kommt man da nicht weiter. Also wird alles weggelassen, was bekanntermaßen sowieso unnötig ist:

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