Gorilla-Management 3/6: Kleine Typologie


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Kleine Typologie

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Das Bild zeigt meine eigene, kleine Alpha-Typologie. Ich sehe da drei Dimensionen:

  • Die echten Alphas vs. die Möchtegern-Alphas
  • Die kranken Typen vs. gesunden Typen
  • Die Typen, die guten Umgang pflegen, vs. die Typen, die keine Manieren haben.

Zur zweiten Dimension, „krank“: Wie komme ich darauf? Da muss ich mich jetzt stark aus dem Fenster lehnen:

[Achtung: Anfang der Küchenpsychologie]

Ich behaupte, dass Alpha-Gehabe in stark ausgeprägter Form sehr starke Züge von einer psychischen Krankheit hat – nicht selten sogar Folge einer Krankheit ist.

Viele Alphas haben ein ernstes Problem. Z.B. die Klassiker Minderwertigkeitskomplex oder auch seelische Verletzungen in der Kindheit und Jugend – und beides wird übermäßig kompensiert. Sie haben keine reife, ausgeglichene Persönlichkeit.

Im schlimmsten Fall haben sie eine echte dissoziale Persönlichkeitsstörung; in Alltagssprache: Sie sind „Soziopathen“.

Klar, nicht jedes Alpha-Männchen ist gleich krank; das zu behaupten, würde sicherlich zu weit gehen. Aber unter ihnen häufen sich die Kranken schon deutlich.

[Entwarnung: Ende der Küchenpsychologie]

In diesen drei Dimensionen spanne ich also die Alpha-Typologie auf, wie man sie im Bild sieht. Klar ist das stark vereinfacht… aber zweckmäßig!

Falls Sie sich übrigens fragen, wo man die echten, gesunden Alphas mit gutem Umgang findet („Hollywoods Heldenfiguren“), weil Sie sie im richtigen Leben vermissen (ich habe sie auch lange gesucht); das ist ganz einfach: Gehen Sie in Ihren örtlichen Märchenwald und fragen Sie die zuständige Elfe nach dem Weg zum rosa Einhorn. Gleich daneben werden Sie ein paar Exemplare finden.

Typische Branchen?

Zwei der Gorilla-Alphas aus den Beispielen im vorigen Beitrag sind Berater. Ich kann es nicht mit Zahlen untermauern, aber ich würde die Aussage wagen, dass die Beratung schon wirklich so eine Branche ist, in der solche Leute vermehrt hochkommen. In dieser Branche trifft man auch vermehrt eine bestimmte Art Alphas. Sie pflegen das, was ich „Berater-Machismo“ nenne (also Alpha-Gehabe gepaart mit Berater-Arroganz).

Ansonsten kann ich keine Branchen- oder Tätigkeitsfeld-Gemeinsamkeiten feststellen. Gorilla zu sein, hat weniger mit der Umgebung zu tun als mit der individuellen Persönlichkeitsstruktur. So blöd es klingt: Gorillas zeichnen sich eben dadurch aus, dass sie Gorillas sind.


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Bildnachweis: Thilo Riegel